Daten und Fakten 2009

Recycling-Offensive


Im Zuge der Recycling-Offensive will die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) die Wertstofftrennung ausbauen, Bioabfälle besser verwerten und somit den jährlichen CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2012 um 100.000 Tonnen senken.


Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die Sammelmengen der Blauen Papiertonne und der grünen Biotonne erhöht und zugleich aus Bioabfällen Biogas erzeugt werden. Bis 2012 will die Stadtreinigung 30.000 Tonnen mehr Altpapier und 20.000 Tonnen zusätzliche Bioabfälle sammeln – im Vergleich zu 2007.

„Viele graue Restmülltonnen in Hamburg enthalten noch ein großes Potenzial an Bioabfall, Papier, Glas und Metall. Eine sorgfältige und konsequente Mülltrennung in den Haushalten ist praktizierter Klimaschutz und bewahrt Umwelt und Ressourcen. Grüne, blaue und gelbe Wertstofftonnen, Recyclinghöfe und Depotcontainer für Glas und Papier: Das Angebot ist vielfältig und sollte gerade in Hamburg, der künftigen Umwelthauptstadt (Green Capital), besser als bisher genutzt werden.“ Mit diesen Worten kündigte SRH-Geschäftsführer Dr. Rüdiger Siechau zusammen mit Umweltstaatsrat Christian Maaß auf der Landespressekonferenz im Juli 2009 die Recycling-Offensive an.

Im Zeichen des Klima- und Umweltschutzes entwickelte die SRH-Projektgruppe „Biotonne“ Maßnahmen und Strategien. Eine davon ist, noch mehr Kunden davon zu überzeugen, ihre biogenen Abfälle statt auf dem Komposthaufen in einer sehr günstigen Biotonne umweltgerecht zu verwerten. Denn im Komposthaufen verrotten die Bioabfälle unter CO2-Abgabe. In modernen Anlagen werden sie dagegen zur Erzeugung von Biogas genutzt.

Foto einer grünen Biotonne

Darüber hinaus ist die Stadtreinigung Hamburg Partner des Verbundforschungs- Vorhabens „BerBioN – Die Stadt der Zukunft – Eine bedarfsangepasste ZERO-WASTE-Bioraffinerie“. Das Projekt läuft unter Federführung des Instituts für Umwelttechnik und Energiewirtschaft der TU Hamburg-Harburg von 2009 bis 2014. Ziel ist die massive Ausweitung der energetischen Verwertung von Bioabfällen. Die SRH stellt dazu umfangreiche Sortieranalysen zur Zusammensetzung von Bio- und Restmüll auf. Außerdem richtet sich der Blick auf alternative Erfassungsmethoden für organische Abfälle aus Haushalten und Gewerbe.

Zusätzliche Mengen Altpapier erwartet die Stadtreinigung 2010 aufgrund der neuen Abfallbehälter-Benutzungsverordnung, die seit 1. Januar gilt. Seitdem können auch hoheitlich angeschlossene Gewerbebetriebe kostenlos die Blaue Papiertonne nutzen.