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Der große Herbstputz - Jetzt Laubsäcke holen
Im Herbst herrscht bei uns Hochbetrieb: 12.000 bis 15.000 Tonnen Laub beseitigen wir jeden Herbst in Hamburg. Aber Achtung: Nicht überall sind wir für die Beseitigung des Laubes verantwortlich!
Hier gilt: Straßen und öffentliche Wege, die wir ohnehin gegen Gebühr reinigen, sind auch beim Laub unsere Sache. Ist die Gehwegreinigung Aufgabe des Anliegers, ist er auch für die Laubbeseitigung zuständig. Dazu ein paar wichtige Tipps:
Einfach und bequem: der Laubsack
Laub, das nicht auf dem eigenen Grundstück kompostiert wird, kann mit dem Laubsack der Stadtreinigung entsorgt werden. Der Laubsack fasst 100 Liter, kostet € 1,50 pro Stück und kann vom 21. September bis 30. Dezember 2009 am üblichen Abfuhrtag der grauen Hausmülltonne am Straßenrand zur Abholung bereitgestellt werden. Die Laubsäcke werden dann entweder im Rahmen der regelhaften Abfuhr oder an den Folgetagen durch Sonderwagen mitgenommen. Die Laubsäcke sind auf allen 15 Recyclinghöfen der Stadtreinigung Hamburg, bei der mobilen Problemstoffsammlung und in vielen Budnikowsky-Filialen erhältlich. Sie können die Laubsäcke bis zum Ende des Aktionszeitraums auch in Paketen zu zehn Stück telefonisch unter der Nummer 25760 bestellen.
Mit dem Laubsack kann Laub, das nicht auf dem eigenen Grundstück umweltgerecht kompostiert wird, einfach und bequem entsorgt werden. Die Laubsäcke können auch außerhalb der Laubzeit ganzjährig zur Anlieferung von Grünabfall auf den Recyclinghöfen genutzt werden. Bei der Anlieferung von Laub und Grünabfällen in Laubsäcken der Stadtreinigung werden auf den Recyclinghöfen keine weiteren Gebühren erhoben.
Wichtiger Hinweis: Laub aus Gärten und von Gehwegen darf nicht ordnungswidrig am Fahrbahnrand oder im Rinnstein abgelagert werden, auch wenn es von "städtischen" Bäumen am Straßenrand stammt. Es drohen Überschwemmungen durch verstopfte Sieleinläufe (Gullys). Auch das Ablagern in Gräben kann zu Überschwennungen führen.
Tipps für umweltgerechte Entsorgung von Laub
Laub und Grünabfälle sollten möglichst direkt im eigenen Garten kompostiert werden. Kompost ist ein ausgezeichneter natürlicher Nährstoff und verbessert die Bodenqualität nachhaltig. Durch die Kompostierung im eigenen Garten wird der biologische Nährstoffkreislauf geschlossen, ohne dass umweltbelastende Transporte notwendig werden. Schnellkomposter eignen sich auch für kleine Gärten und sind eine preisgünstige Alternative zur Biotonne. Gartenbesitzer verwenden Laub am besten zerkleinert als Winterschutz für Staudenbeete oder kompostiert als Bodenverbesserer. Laubhaufen sind für Igel und andere Nützlinge wichtige Überwinterungsplätze.
Haushalte, die an die Bioabfallsammlung angeschlossen sind, können Laub und Grünabfälle auch über die Biotonne entsorgen. Grundsätzlich ist es auch zulässig, Laub über den normalen Hausmüll (Hausmüllgefäß, weißer Sack der Stadtreinigung oder Sonderabfuhr) zu entsorgen, auch wenn diese Art der Entsorgung aus ökologischer Sicht nicht sinnvoll ist.
Schädlinge im Laub
Die nur drei bis vier Millimeter große Kastanien-Miniermotte (Cameraria ohridella) breitet sich seit einigen Jahren über ganz Europa aus und verursacht auch in Hamburg vor allem auf der weißblühenden Rosskastanie ein frühzeitiges Abwerfen der Blätter.
Verbreitet ist in diesem Jahr auch ein Befall durch den Bräunepilz (Guignardia aesculi), der Ursache der sog. Blattbräune bei Kastanien ist. Um eine Ausbreitung beider Schadorganismen zu verhindern, sollte befallenes Kastanienlaub nicht vor Ort kompostiert sondern über die Bio- oder Hausmülltonne oder den weißen Sack der Stadtreinigung entsorgt werden.
Ein dritter auffälliger Schädling an Hamburger Straßenbäumen ist die Wollige Napfschildlaus (Pulvinaria regalis). Besonders die Stämme und Zweige von Linden und Ahorn sind mit den weißen Eisäcken der Laus bedeckt. Bei Linden sind auch die Blattunterseiten der abgeworfenen Blätter mit weißen Eisäcken der Laus bedeckt. Diese Eisäcke sind in der Regel leer. Das Laub kann daher ohne Bedenken kompostiert werden.
Wer muss das Laub auf öffentlichen Wegen sammeln und entsorgen?
Die Stadtreinigung Hamburg bittet alle Hamburgerinnen und Hamburger, Laub aus Gärten und von Gehwegen nicht ordnungswidrig am Fahrbahnrand abzulagern.
Dort, wo die Stadtreinigung im Rahmen des öffentlichen Reinigungsdienstes die Gehwege gegen Gebühr reinigt, entsorgt sie auch die eingesammelten Abfälle oder das Laub. Die Kosten für die Abfallentsorgung sind in der Gehwegreinigungsgebühr enthalten. Anwohner, die ihren Gehweg selbst reinigen müssen und daher auch keine Gebühren für die Gehwegreinigung bezahlen, müssen Laub und Abfälle auf eigene Kosten entsorgen. Es spielt keine Rolle, woher das Laub stammt, das bei der Gehwegreinigung von der Stadtreinigung oder von den Anwohnern eingesammelt und entsorgt wird. Im Rahmen des öffentlichen Reinigungsdienstes entfernt die Stadtreinigung auch Laub, das von den angrenzenden Privatgrundstücken auf den Gehweg fällt. Reinigungsverpflichtete Anlieger müssen auf ihre Kosten auch Laub entsorgen, das von Bäumen stammt, die nicht auf dem eigenen Grundstück stehen.
Zahlen und Fakten zur "Laubschlacht"
Die Stadtreinigung Hamburg sammelt jährlich 12.000 bis 15.000 Tonnen Laub. Diese Menge füllt rund 300.000 Standard-Hausmülltonnen (120 Liter). Stellt man diese Gefäße nebeneinander, reicht die Reihe der Mülltonnen von Hamburg bis Hannover. Bis zu 460 Mitarbeiter sind im Einsatz, um das Laub noch vor dem ersten Frost einzufahren. Dafür leisten sie freiwillige Überstunden und arbeiten zum Teil auch an Sonnabenden. Unterstützt in diesem Kampf gegen die Zeit werden sie durch knapp 60 Kehrmaschinen und etwa 90 Klein-LKW. Zum Einsatz kommen auch elf Spezial-Container mit Saugrüsseln, die je 100 Kubikmeter trockenes Laub aufnehmen können. Es gilt, rund 7.000 km Fahrbahnreinigungsstrecke und etwa 3.100 km Gehwege vom Laub zu befreien (der Rest der Gehwege wird durch die Anwohner gereinigt). Das Laub wird in einer Spezialanlage der Firma ETH Umwelttechnik in Hamburg-Veddel gereinigt, zu Pellets verpresst, mit Mineralien angereichert und in der Landwirtschaft als Bodenverbesserer eingesetzt.
Zusammenfassung:
- Kompostieren Sie das Laub im eigenen Garten oder nutzen Sie es zerkleinert als Winterschutz für Beete. Oder entsorgen Sie es über die Biotonne.
- Es ist verboten, Laub vom Grundstück auf den Gehweg oder von diesem auf die Fahrbahn oder den Radweg zu fegen! Achten Sie bitte darauf, dass die Siele nicht verstopfen (Überschwemmungsgefahr)!
- Geben Sie das Laub auf einem unserer 15 Recyclinghöfe ab. Einer davon ist bestimmt in Ihrer Nähe!
- Benutzen Sie die Laubsäcke der Stadtreinigung (siehe oben), die Biotonnen oder die Hausmüllgefäße.
- Benutzen Sie den "Weißen Sack" für € 3,-- (100 Liter, in Supermärkten, Drogerien und auf den Recyclinghöfen erhältlich).
- Bestellen Sie zusätzliche Müllgefäße.
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